Wie wähle ich den richtigen Waschtischunterschrank für mein Bad?

Vor dieser Frage stehen wir alle einmal. Wahlweise beim nächsten Umzug, aber auch bei der allgemeinen Renovierung oder der Umgestaltung des Badezimmers. In diesem Ratgeber möchten wir auf einige Kriterien eingehen und Tipps geben, wie der richtige Waschbeckenunterschrank seinen Weg ins heimische Bad findet.

Die erste Frage: Was passt, was nicht?

Bevor es sich überhaupt lohnt, verschiedene Waschtische oder Waschbeckenunterschränke auszuwählen, muss die Kernfrage geklärt werden. Wie groß ist der vorhandene Platz im Bad? Muss der Waschbeckenunterschrank möglichst schmal gehalten werden, weil sich die Wasseranschlüsse zwischen der Badewanne und der Toilette befinden? Oder steht gar eine breite Wand zur freien Verfügung, sodass sogar ein Waschtisch mit einem Doppelwaschbecken integriert werden kann? In Eigenheimen und Eigentumswohnungen, deren Badezimmer soeben modernisiert werden, bietet sich noch eine weitere Überlegung an. Vielleicht ist es möglich, einen frei stehenden Waschtisch aufzustellen. Hierfür sollten die Wasseranschlüsse jedoch unter den Bodenfliesen verlegt werden können. Nicht weniger wichtig für die korrekte Entscheidung sind die Wasseranschlüsse. Üblicherweise sollten sie genormt sein, das heißt, in der üblichen Höhe aus der Wand ragen. Gerade in Altbauten oder Häusern, in denen die Badezimmer längere Zeit nicht überarbeitet wurden, ist dies jedoch nicht der Fall. Daher gilt: Unbedingt die Höhe und die Breite der Wasseranschlüsse ausmessen – und mit der Rückwand und dem Ausschnitt des gewünschten Waschbeckenunterschranks vergleichen.

Die zweite Frage: Welcher Stil gefällt mir?

Längst ist das heimische Badezimmer kein reiner Feuchtraum mehr. Es ist zum Wohlfühltempel geworden, soll die Sinne anregen und abends zu entspannenden Bädern oder Duschen einladen. Um diese Ansprüche zu erfüllen, sollte das Bad einen gewissen Stil aufweisen. In diesem Ratgeber möchten wir keine Stilrichtungen hervorheben. Das wäre nicht richtig, denn der eine bevorzugt rustikale und „altmodische“ Möbel, der andere wünscht sich hingegen ein Bad, dessen Mobiliar den Bauhausstil aufzeigen. Wichtig ist, dass der Waschbeckenunterschrank mit dem restlichen Mobiliar zusammenpasst. Gibt es eventuell eine Badmöbelserie? Oder soll sich der Waschtisch vom üblichen Mobiliar abheben und einen Stilbruch darstellen? In diesem Fall ist Geschick gefragt. Ein Stilbruch ist immer möglich – doch darf er nicht zu stark ins Auge stechen oder sich gar mit dem restlichen Inventar beißen.

Die dritte Frage: Welches Material soll ich wählen?

Der überwiegende Teil der Waschbeckenunterschränke besteht aus Holz. Ob nun mit einer Melaminbeschichtung versehener Pressspan oder Naturholz zum Einsatz kommt, ist letztlich eine Geschmacks- und Preisfrage. Attraktiv und langlebig sind zudem Möbelstücke, deren Fronten oder Schubladen teilweise mit Glas oder Metall versehen sind. Solche Waschbeckenunterschränke wirken gleich modern, bieten aber bei transparenten Glasfronten nur einen eingeschränkten Stauraum. Überaus empfehlenswert sind allgemein Waschtische und Waschbeckenunterschränke mit höhenverstellbaren Standfüßen. Sie ermöglichen, dass der Waschbeckenunterschrank optimal auf die Höhe des Waschbeckens angepasst werden kann.

Die vierte Frage: Wozu nutze ich den Waschbeckenunterschrank?

Sind die Türen geschlossen, wirkt das Bad aufgeräumt. So oder ähnlich denken viele Personen. Der Waschtischunterschrank oder der Waschbeckenunterschrank unterstützen gar diese Denkweise. Vor dem Kauf sollte daher unbedingt überlegt werden, wozu der Schrank dienen soll. Sind viele Kosmetikartikel, Hygieneprodukte und Wellnessprodukte vorhanden, die sonst die Ablagen im Bad einnehmen? Für einen solchen Fall eignen sich Waschbeckenunterschränke mit Schubladen. Mit einer praktischen Ordnungshilfe versehen, bringen sie selbst in die ausgiebigste Kosmetiksammlung Ordnung. Sollen hingegen eher Putzmittel, Handtücher oder Toilettenpapier im Waschtischunterschrank einen Platz finden, bietet sich ein Schrank mit mehreren Regalböden an.

Der Tipp für kleine Bäder

Unabhängig vom Stil und der Ausstattung des Waschtischunterschranks möchten viele Menschen ihr Bad optisch vergrößern. Das gelingt gut mit hängenden Waschbeckenunterschränken. Sie sind meist länglich gehalten und haben häufig das Waschbecken direkt integriert. Da diese Waschtischunterschränke jedoch nicht auf den Boden gestellt, sondern schwebend an der Wand aufgehängt werden, wirkt das Bad durch die Freifläche gleich größer. Übrigens vereinfachen solche Möbel das Putzen. Weder der Staubsauger noch der Feudel bleiben an den Standfüßen hängen.

Auf die Qualität achten

Es hat Sinn, beim Waschbeckenunterschrank nicht unbedingt das günstigste Modell zu wählen. Unabhängig vom Preis sollte jeder vor dem Aufbau darauf achten, ob die Melaminbeschichtung intakt oder Echtholz vollständig lackiert ist. Da der Waschtischunterschrank automatisch mit Feuchtigkeit in Berührung kommt, quillt das ungeschützte Holz sonst rasch auf – und ein neuer Schrank muss her. Wer hingegen gleich zu Beginn einige Euro mehr in den Waschtischunterschrank investiert, spart auf lange Sicht gesehen deutliche Summen ein.


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