Große Ansprüche ans Material – beim Kauf auf Qualität achten

Waschbeckenunterschränke bestehen aus beschichtetem Pressspan? Wenn auch diese Modelle allenthalben in den Geschäften zu finden sind, bietet der Markt noch wesentlich mehr Vielfalt. Kaum ein Material wird bei der Fertigung vor Badmöbel nicht genutzt. Einzig das Budget des Käufers schränkt die Auswahl ein.

Die häufigsten Materialien bei Unterschränken

Natürlich dominiert der Werkstoff Holz auch bei Badmöbeln. Käufer können zwischen dem günstigen Pressspan und Massivhölzern wählen. Pressspan bietet bei Waschbeckenunterschränken den Vorteil, recht preisgünstig zu sein und durch die verschiedenen Oberflächenbeschichtungen eine unendliche farbliche Auswahl zu gewährleisten. Der Kern dieser Möbelstücke besteht aus gepresstem Holzspan, welcher mit einem sogenannten Furnier überklebt wird. Wer den natürlichen Look bevorzugt, sucht sich ein Modell mit Furnierholz in Buchen-, Kiefer- oder Eichenoptik aus. Auf den ersten Blick unterscheidet sich der Schrank kaum vom Echtholz, allerdings wird Furnierholz mit der Zeit unattraktiv. Löst sich an den Ecken die Kunststoffbeschichtung ab, ist das Holz nicht mehr vor der im Bad vorherrschenden Feuchtigkeit geschützt. Massivholzmöbel im Badezimmer hingegen bringen ein Stück Natur in die Nasszelle. Jedoch setzt die Natur der Holzwahl eindeutige Grenzen. Sehr weiche Hölzer sind meist nicht widerstandsfähig genug, um der Luftfeuchtigkeit auf Dauer standzuhalten. Soll der Waschbeckenunterschrank über Jahre hinweg genutzt werden, bieten sich robuste Hölzer hervorragend an. Pinien- oder Palisadenhölzer, Tropenhölzer und Holzarten, die ebenfalls im Außenbereich genutzt werden, eignen sich hingegen ausgezeichnet für Badmöbel. Massivholzmöbel besitzen eine faszinierende Optik und gewährleisten eine lange Haltbarkeit. Zudem haben sie den Vorteil, dass kleinere Macken rasch beseitigt werden können. Zur Restauration braucht die Oberfläche nur abgeschliffen und anschließend neu versiegelt zu werden.

Moderne Materialien sind auf dem Vormarsch

Wie in anderen Wohnbereichen drängen sich auch bei den Badmöbeln frische Materialien auf den Markt. Wer kennt nicht die Badserie aus Gusseisen eines großen skandinavischen Möbelhauses? Eisen, Stahl und Aluminium reizen die Designer, wodurch sehr moderne Waschbeckenunterschränke entstehen. Das kühle Metall versprüht einen ewigen Charme, ist robust und lässt sich hervorragend mit Glas vereinen. Wer das Besondere im Bereich der Unterschränke für das Waschbecken sucht und gewillt ist, eine deutliche Summe auszugeben, kann auf reine Metallschränke zurückgreifen. Andere Modelle bestehen nur aus einem metallenen Rahmen; die Seitenwände sowie die Türen hingegen werden aus Glas oder Plexiglas hergestellt. Im sehr gehobenen Sortiment finden sich zudem teils aus Marmor oder Stein bestehende Schränke, die wiederum mit Glas oder auch Holz kombiniert werden.

Die Stilrichtung entscheidet

Wesentlich wichtiger als die Materialwahl ist bei Waschbeckenunterschränken jedoch die Stilrichtung. In einem mediterran eingerichteten Bad wirken Badmöbel im Landhausstil unpassend, hingegen fügt sich ein mit einer Reliefstruktur versehener Unterschrank durchaus in ein modernes Bad ein. Ist eher eine preisgünstige Lösung gefragt, kann durchaus auf Furnierholzmöbel zurückgegriffen werden. Wie wäre es anstelle des Furniers in Holzoptik mit einem Furnier in Hochglasoptik? Die aufgeklebten Kunststofffolien spiegel heute fast jede Facette wider und erstrahlen oftmals im prächtigen Metalic-Look. Kombiniert mit verchromten Griffen und weißer Emaille ziehen solche Unterschränke gleich den Blick auf sich und wandeln für wenig Geld das Bad in eine traumhafte Wohlfühloase.